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Scania R730 Gebraucht-Lkw - aktuelle Verkaufsangebote

Zuletzt aktualisiert: 30/01/2026

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Überblick der technischen Daten gebrauchter Scania R730

Antriebsstrang und Motorentechnologie

Die Scania R730 Modelle werden von dem DC16 V8-Motor angetrieben, der über einen Hubraum von 16,4 Litern verfügt und eine maximale Leistung von 537 kW (730 PS) sowie ein Drehmoment von 3.500 Nm im Bereich von 1.000 bis 1.400 U/min erreicht. Der Motor besteht aus einem Block aus Compacted Graphite Iron (CGI), was für erhöhte Festigkeit und Ermüdungsbeständigkeit sorgt. In den R730 Modellen wurde erstmals das XPI (Extra High-Pressure Injection) Common-Rail-System von Scania eingeführt, das Einspritzdrücke von bis zu 2.400 bar ermöglicht und präzise Mehrfacheinspritzungen zur Kontrolle von Geräuschen und Emissionen erlaubt. Die Euro 5 Varianten (2010–2013, DC16 21) nutzen ausschließlich VGT-Aufladung und SCR, während die Euro 6 Modelle (2014–2019, DC16 108) ein hybrides EGR+SCR-System einsetzen, wobei EGR zur NOx-Reduzierung aufgrund des hohen Kraftstoffdurchsatzes beibehalten wird. Das im Vergleich zu anderen V8-Motoren niedrigere Verdichtungsverhältnis (17,4:1) ermöglicht extreme Ladedrücke und sorgt so für eine hohe Leistungsdichte.

Getriebe, Antriebsstrang und Achsen

Die R730 Modelle sind in der Regel mit dem automatisierten 12-Gang-Range-Splitter-Getriebe GRSO925R ausgestattet, das neben Overdrive auch zwei Kriechgänge bietet. Ab Modelljahr 2013 kommt das Zwei-Pedal-Opticruise mit Active Prediction zum Einsatz, das topografieabhängiges Schalten, effizientes Gangmanagement und Heavy Haulage Software mit schnellen Schaltvorgängen ermöglicht. Für optimale Bremsleistung sorgt der R4100D Retarder mit 4.100 Nm Bremsmoment und abschaltbarer Freilauffunktion zur Reduzierung der Verluste. Die Standard-Konfigurationen als 4x2 setzen auf R780 Einfachuntersetzungsachsen, während die schweren 6x4- und 8x4-Versionen mit Nabenreduktionsachsen (RBP835/AD400SAP) ausgerüstet sind, um hohe Drehmomente und extreme Zuggesamtmassen (bis zu 150 Tonnen) zu bewältigen.

Fahrerhaus-Varianten und Sondermodelle

Die R730 Modelle wechselten von der PGR-Baureihe (2010–2016) hin zur NTG (Next Generation, 2016–2019), mit entscheidenden Unterschieden bei der Fahrerhaushöhe, der Bodengestaltung (Motortunnel im R-Fahrerhaus, durchgehender Boden im S-Fahrerhaus) sowie in der Eignung für Baustellen- versus Fernverkehrseinsätze. Zu den besonderen Sondermodellen zählen unter anderem der R730 Black Amber (100 Exemplare) mit exklusiver Ausstattung sowie der R730 Blue Stream (200 Einheiten) mit Heritage-Lackierung und aufgewertetem Interieur.

Betriebliche Langlebigkeit und Wartungstipps

In Einsatzbereichen mit sehr hoher Belastung, wie beispielsweise im Bergbau mit Zuggesamtmassen über 135 Tonnen, müssen die Antriebsstränge der R730 Modelle hohe Kräfte verkraften – was den Einsatz von Nabenreduktionsachsen und größerer Bereifung für Traktion und Haltbarkeit notwendig macht. Zu den gängigen Herausforderungen im Betrieb zählen die Empfindlichkeit der XPI-Injektoren gegenüber Kraftstoffverunreinigungen, elektronische Stellantriebsausfälle beim VGT-Turbolader sowie Korrosion am Kabelbaum. Bei Euro 6 Fahrzeugen fällt ein erhöhter AdBlue-Verbrauch (ca. 6 %) bei Volllast auf. Trotz ihrer technischen Komplexität werden die R730 Modelle für ihr charakteristisches Drehmomentplateau und die starke Performance selbst unter schwierigsten Einsatzbedingungen geschätzt.

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